DGPPN-Preis zur Erforschung von psychischen Erkrankungen 2014

Die DGPPN hat zum ersten Mal den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten DGPPN-Preis zur Erforschung von psychischen Erkrankungen verliehen. Im Zentrum stehen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit herausragenden Forschungsarbeiten und zukunftsweisenden Modellen zu bedeutsamen Entwicklungen im Bereich der psychischen Erkrankungen beitragen. Die DGPPN vergibt den Preis in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit. Die Preisverleihung fand am 26. November 2014 im Rahmen des DGPPN Kongresses 2014 in Berlin statt.

Gewonnen haben: PD Dr. med. Dragos Inta, PD Dr. med. Irene Neuner und PD Dr. rer. medic Benjamin Straube

Hintergrund
Mit dem Preis soll innovative, theoretische, klinische oder experimentelle Forschungsarbeit im Bereich der psychischen Erkrankungen anerkannt und gefördert werden. Bewerbungen können aus der gesamten Bandbreite an psychiatrisch-psychotherapeutischer Forschung eingereicht werden, etwa zu den Schwerpunkten neurobiologische oder wissenschaftstheoretische Grundlagenforschung, klinische Forschung inkl. Psychotherapieforschung sowie Erforschung der Diagnostik und Therapie in der Forensischen Psychiatrie und Psychotherapie. Ausgezeichnet werden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die durch fachlich überzeugende und zukunftsweisende Arbeiten hervorgetreten sind. Kriterien für die Vergabe sind insbesondere die Relevanz der Forschungserkenntnisse für die Versorgung psychisch kranker Menschen, originelle Ansätze sowie die methodische Qualität der Untersuchung.

PD Dr. rer. medic Benjamin Straube
Universitätsklinikum Marburg

Dr. Straube untersucht die neurale Plastizität bei Schizophrenie, Angst- und Panikstörungen und die Konsequenz unterschiedlicher Therapievarianten auf Hirnverarbeitungsprozesse. In der BMBF geförderte multizentrische fMRT-Studie an Patienten mit Panikstörung und Agoraphobie verglich er verschiedene Vorgehen von expositionsbasierter kognitiver Verhaltenstherapie. Es konnte nachgewiesen werden, dass Konditionierungsprozesse im Hippocampus stärker durch ein therapeutengeleitetes Expositionstraining aktiviert werden können als durch eine eigenständige (selbstgeleitete) Exposition.